Social Entrepreneurship

Das primäre Ziel von Social Entrepreneurship ist die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen. Dies wird durch kontinuierliche Nutzung unternehmerischer Mittel erreicht und resultiert in neuen und innovativen Lösungen.

Ein Abend zu Wirtschaft und Nachhaltigkeit. An praktischen Beispielen wird aufgezeigt, dass beides kein Widerspruch ist, sondern Nachhaltigkeit die Triebfeder für wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovation sein kann.

Social Entrepreneure heißen jene Unternehmer und Unternehmerinnen, die angetrieben von einem Problem, das sie für sich erkannt haben, Lösungen entwickeln und so nicht nur wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen aufbauen, sondern gesellschaftlichen Mehrwert stiften.

Thomas Sattelberger, seit vielen Jahren Unterstützer der Social Entrepreneurship-Szene in Deutschland, steht wie kein anderer Politiker für die Verbindung von Sinn & Arbeit sowie Purpose & Wirtschaft. In seinem Impulsvortrag zeigt er die Chancen von Social Entrepreneurship auf und was speziell in Berlin hierzu an Rahmenbedingungen geschaffen werden soll.

Gerade Sachsen ist ein Land, in dem es neben technischer Innovation schon immer auch bahnbrechende Ideen für soziale Lösungen gab. Ein prominentes Beispiel hierfür ist Hermann Schulze-Delitzsch, der als Begründer der Produktivgenossenschaften und Wegbereiter einer genossenschaftlichen Kreditwirtschaft in Deutschland gilt.

Auch heute haben wir in Sachsen Unternehmerinnen und Unternehmer, die in diesem sozialliberalen Geist neue Ideen entwickeln und erfolgreich mit Leuchtturmfunktion umsetzen: Startnext als erfolgreichste europäische Crowdfundingplattform mit knapp 100 Mio Euro Fundingvolumen für Projekte und/oder Gründungen. Oder die Windelmanufaktur, die nicht nur ein Unternehmen gegründet, sondern den Startschuss für eine ganze Branche gegeben hat.

Diesen außergewöhnlichen Gründern wollen wir an diesem Abend zuhören: ihren Erfolgsgeschichten, mehr noch ihren Anregungen für optimale Rahmenbedingungen aus Politik, Verwaltung und Finanzwirtschaft, um das enorme Potenzial von Sozialen Innovationen gerade in Sachsen heben zu können.

Thomas Sattelberger, München
Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion
für Innovation, Bildung und Forschung

Wilhelm-Külz-Stiftung, Dresden
(in Abstimmung) Konrad-Adenauer-Stiftung Sachsen

SOCIAL ENTREPRENEURSHIP

LEIPZIG, 7. OKTOBER 2020 

SPINNEREI – FROM COTTON TO CULTURE
ENK6, LANGE REIHE 6, 0499 LEIPZPIG

Thomas Sattelberger, München
Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion
für Innovation, Bildung und Forschung

Stephanie Oppitz, Dresden
Gründerin Windelmanufaktur

Tino Kressner, Dresden
Co-Founder Startnext, SEND e.V. Sachsen

Anja Herrmann-Fankhänel, Chemnitz
TU Chemnitz, Innovationsforschung

Moderation: Dunja Burghardt, Leipzig
Autorin ‚Lebendige Wirtschaft‘

Fazit – Ein Panel das nach mehr ruft…

… die erste Veranstaltung zu neuen Wirtschaftsformen der Wilhelm-Külz-Stiftung in der Spinnerei Leipzig war ein Start-Up-Projekt und zugleich ein Funke mit viel Potential.

Auf dem PANEL – verschiedene Perspektiven aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Entwicklung im Austausch:

  • Thomas Sattelberger, Mitglied des deutschen Bundestages und Fraktionssprecher für Innovation, Bildung und Forschung
  • Stephanie Oppitz Archtiketin und Gründerin der Windelmanufaktur Dresden
  • Tino Kreßner Co-Founder der Crowndfundingplattform Startnext und Gründungsmitglied des Social Entrepreneur Netzwerk Deutschland SEND e.V.
  • Anja Herrmann-Fankhänel Lehrstuhl für Innovationsforschung und Technologiemanagement der TU Chemnitz

Ein jeder hätte noch so viel zu sagen gehabt und die 10 Minuten Redezeit haben bei weitem nicht für über 20 Jahre Praxis, Forschung und Erfahrung gereicht. Doch nachhaltig Wirtschaften heißt auch Schritt für Schritt an neue Dinge heranzugehen, bis die Zeit reif ist, in die breite Masse zu gehen. Diese Zeit naht – das ist spürbar.

Die Übung kam somit genau zur rechten Zeit, mit dem Wunsch der Zuschauer, nach dem Abholen in dieser Veranstaltung, noch tiefer in die Diskussionen zu gehen.

Ich freue mich darauf, den Austausch auf verschiedensten Ebenen und mit verschiedensten Formaten weiter zu begleiten, um durch Perspektivwechsel gemeinsam zu neuen Lösungen zu gelangen. Denn das primäre Ziel von Social Entrepreneurship ist die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen in das Unternehmertum miteinzubeziehen, so dass Ökonomie, Ökologie und Ethik im Einklang kommen. Nach Stephanie Oppitz ein natürliches Verhalten eines „guten Unternehmers“, nach Tino Kreßner braucht es dafür jedoch auch sichtbare Vorbilder, Instrumente die weiche Faktoren messen und dadurch sichtbar machen und auch Rahmenbedingungen für unsere Wirtschaft, die es Sozialunternehmern erleichtern zu gründen. Der SEND e.V. als Social Entrepreneur Netzwerk Deutschland möchte dabei bundesweit vernetzen und unterstützen. Thomas Sattelberger appellierte dafür, in die Bewegung alle Seiten miteinzubeziehen und auch Kapital als die gesunde Erfolgsmotivation nicht außer Acht zu lassen. Anja Herrmann-Fankhänel zeigte auf, welche Entwicklungsschritte es noch braucht um u.a. auch im Bereich der Finanzierung einige Knoten zu lösen.

Wer weiter informiert bleiben will kann sich gerne an die Wilhelm-Külz-Stiftung wenden um im Verteiler aufgenommen zu werden.